zurück zur Hauptseite  Kreisverband Odenwald

IstanbulA13 für AllePensionäreInklusion

   

Angelika Lerch Erbach, 04.03.2018 Sprecherin des GEW-Kreisvorsitzenden-Teams im Odenwaldkreis Am Brühl 16, 64711 Erbach Tel. 06062-4523 oder mobil 01525-7403182

Pressemitteilung an das Odenwälder Echo

Die Mitgliederversammlung der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) im Odenwaldkreis hat einen neuen Kreisvorstand gewählt. Das 3er-Vorsitzendenteam setzt sich nun aus Sebastian Breth, Angelika Lerch und Mechtild Schneider zusammen. Für die Position des Rechners wurde Harald Klein bestimmt, Beisitzer und Beisitzerinnen sind Hidir Kaya, Erika Klimek-Held, Mareike Hartig und Julia Manlik. Damit sei es der GEW gelungen, auch junge Personen in den aktiven Kreis zu berufen, so die Sprecherin des Vorsitzendenteams, Angelika Lerch. Gerade für die Zukunft der Bildungspolitik im Land Hessen und anderswo müssten sich viel mehr junge Pädagogen und Pädagoginnen einmischen. Angesichts der aktuellen TOP-DOWN-Politik der Verantwortlichen im HKM sei es umso wichtiger sich einzubringen und sich solidarisch für ein gerechteres und gut ausgestattetes Bildungssystem stark zu machen, so die Gewerkschafterin weiter. Der im November 2017 neu gewählte stellvertretende Landesvorsitzende der Hessen-GEW, Tony Schwarz, der als Gastredner geladen war, stellte in seinem Vortrag eindrücklich zahlreiche Negativentwicklungen in den letzten Jahren im Bildungs- und Schulbereich dar: Chaos G8/G9, das Projekt „düstere Zukunft" unter Roland Koch mit etlichen Kürzungen im Sozial- und Bildungsressort, Auswirkungen der Schuldenbremse, Sparmodell Inklusion, Zunahme prekärer Beschäftigungsverhältnisse, hausgemachter Lehrkräftemangel usw.. Sein Fazit laute, dass es vordringliche Aufgabe der Gewerkschaft sein müsse, den Abbau im gesamten öffentlichen Dienst transparent zu machen und sich gemeinsam zur Wehr zu setzen. Die Arbeitsbelastung der Lehrkräfte und Pädagogen sei so hoch wie nie. Nur 5% des Personals an den Schulen käme auf das reguläre Pensionsalter, die restlichen 95% schieden krankheitsbedingt oder mit erheblichen Pensionseinbußen früher aus. U.a. Ganztag, Inklusion, Integration und nicht zuletzt die zunehmende Bürokratie mündeten in stetig zunehmenden zusätzlichen Aufgaben ohne die entsprechenden Entlastungen zu schaffen, so Schwarz. Anwesende, besonders aus den Grundschulen, konnten dies mit etlichen Beispielen belegen. Angesichts der Fülle von Aufgaben bliebe kaum noch Zeit für die eigentliche Unterrichtsarbeit, die Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung sei längst überfällig. Die GEW werde sich im Vorfeld der Landtagswahl mit einem umfangreichen Aktionsplan massiv für bessere Bildungsbedingungen in den Bereichen Schule, KiTa ind Hochschule einsetzen, so der stellvertr. Landesvorsitzende. Das Sofortprogramm für Schulen habe die Schwerpunkte

    • Bessere Bildung für alle (mit den entsprechenden Ressourcen für Inklusion und Ganztag)
    • Mehr Wertschätzung (mit deutlicher Absenkung der Arbeitszeit und Verbesserung der allgem. Bildungsbedingungen)
    • Höhere Anerkennung (mit tarifgerechter Bezahlung der pädagogischen Professionen und Aufwertung der Grundschullehrkräfte durch A13)

Grundlage dafür sei eine dauerhafte und solide Bildungsfinanzierung auf wesentlich höherem Niveau als bisher. Die GEW halte dies aufgrund deutlicher Steuermehreinnahmen und positiver Konjunkturprognosen sowie Umschichtungen im Haushalt und einer Veränderung der Steuerpolitik für absolut machbar und dringend nötig.

Angelika Lerch (verantwortlich i.S.d.P.)