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 A13 für alle Lehrer

Grundschultag des Bezirksverbands Südhessen

Wir haben einen langen Atem - die Forderung bleibt auf unserer Agenda

einige Bilder des Treffens

   

Grundschultag des Bezirksverbands Südhessen „Am 13. Für A13“

Im Rahmen der Klausurtagung des Bezirksverbandes Südhessen im Frühjahr dieses  Jahres war die Idee geboren worden, mehr und konkrete Schritte für die Aufwertung der Bildungs- und Erziehungsarbeit im Grundschulbereich zu tun. Gemäß dem seit Jahren bestehenden Beschluss der GEW „Gleiche Arbeit – gleicher Lohn“, formierte  sich unter der Federführung von Dorothee Jeckel (stellvertr. Vorsitzende des BV Südhessen)  eine Gruppe südhessischer Grundschullehrerinnen, Christine Dietz (KV Wiesbaden), Angelika Lerch (KV Odenwald) und Heike Rickert-Fischer (KV Gelnhausen), um die Konkretisierung in den Fokus zu nehmen.

Der Antrag an die Landesdelegiertenversammlung

  „A 13 für alle Lehrämter  - Wir fordern die Anerkennung der Gleichwertigkeit der Arbeit aller Lehrkräfte /gleiche Arbeit – gleicher Lohn – A 13 für alle). Die GEW Hessen fordert erneut die Angleichung der Besoldung für Grundschullehrkräfte an die anderen Lehrämter auf A 13 und die Senkung der Pflichtstundenzahl auf die Pflichtstundenzahl der Förderschullehrkräfte. Gleichzeitig halten wir eine Senkung der Pflichtstundenzahl für alle Lehrämter für dringend erforderlich. …“ nahm hier seinen Anfang und wurde von der Landesfachgruppe Grundschule leicht modifiziert so auf der LDV eingebracht und  dort nahezu einstimmig  verabschiedet.

Mit Verstärkung der südhessischen Arbeitsgruppe durch Martina Böhler (KV Bergstraße) wurde dann auch der Grundschultag  „Am 13. Für A 13“ geplant und vorbereitet.

Dorthee Jeckel  begrüßte alle, die gekommen waren (auch Lehrkräfte anderer Schulformen fanden den Weg), mit den Worten „Alle Lehrerinnen und Lehrer leisten einen wichtigen Beitrag zur Bildung und Erziehung! Lehrende aller Schulformen haben die gleiche Vergütung verdient! Grundschularbeit muss endlich als gleichwertige Bildungsarbeit anerkannt werden!“ Sie traf damit den Nerv der Anwesenden, auch in der anschließenden Diskussion zeigte sich große Solidarität gerade auch derjenigen, die nicht im Grundschulbereich arbeiten.  Zum einen wurde die immense Erweiterung des Aufgabenspektrums (v.a. durch Koordinierungs-, Beratungs- und Dokumentationsaufgaben) und damit der Arbeitsbelastung thematisiert, zum anderen die Diskriminierung weiblicher Lehrkräfte, die 92 % des Lehrpersonals im Primarbereich stellen bei  höchster Unterrichtsverpflichtung  (mind. 29 Stunden) und  im Vergleich zu anderen Schulformen schlechtester Bezahlung.  Mit Kraft und Argumenten gegen diese Ungerechtigkeit anzugehen, müsse auf der Agenda der GEW für die nächsten Jahre stehen!

Jochen Nagel, der die Forderungen grundsätzlich unterstützt, gab  zu Bedenken, dass in den kommenden bundesweiten Tarifauseinandersetzungen im Frühjahr die Lohnerhöhung und die Pflichtstundenreduzierung zunächst für alle angestellten  Lehrkräfte mit Nachdruck  erkämpft werden muss. Die Übertragung auf  die hessischen Angestellten wie dann auf die Beamten sei  ein weiterer großer Brocken, den es mit Kampfmaßnahmen bis hin zum Streik durchzusetzen gilt (zur Info: Hessen hat sich schon vor Jahren aus der Tarifgemeinschaft der Länder verabschiedet). Die berechtigte Forderung nach A 13 auch für Grundschullehrkräfte muss seiner Meinung nach langfristig und perspektivisch für die nächsten Jahre verfolgt werden.

In dieselbe Richtung geht auch die Aufforderung der Organisatoren wie auch der Landesfachgruppe Grundschule eine Kommission zu bilden mit der Zielsetzung eine weitergehende Strategie und Handlungsschritte zur Durchsetzung der Forderungen zu entwickeln.

Der Vorschlag der Organisationsgruppe, getreu dem Motto „Am 13. Für A 13“  am 13. eines Monats  Aktionen durchzuführen, die die Thematik in den Fokus rufen und wachhalten, fand großen Anklang.

Für den 13. Dezember 2014 ist demgemäß eine Mail-Aktion vorgesehen, die das Postfach des  HKM mit „Wünschen zur Weihnachtszeit“  sprengen soll.  Die Botschaft an den Kultusminister: Die Aufwertung, Würdigung und entsprechende Entlohnung im Grundschulbereich ist längst überfällig.

 

V.i.S.d.P.: Angelika Lerch